„HIDDEN FIGURES – Unerkannte Heldinnen“

Die unbekannten Heldinnen hinter einer bekannten Mission.

Im Jahr 1963 flog der erste US-Amerikaner um die Erde. Diese Mission trug den Namen „Mercury Programm“ und war ein wichtiger Schritt im sogenannten „Space Race“, dem Rennen zwischen Sowjetunion und USA um den ersten Mann auf dem Mond. Jede weiß, dass es letztendlich Neil Armstrong war, der am 20.07.1969 im Rahmen der Apollo-11-Mission den Mond betrat. Jedoch wissen viele nicht, dass für diese Errungenschaft die Leistungen einiger Frauen notwendig waren, die in einem Kellerraum der NASA Flugbahnen berechneten.

Im Film „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ geht es genau um diese Frauen, nämlich Kathrine Johnson (gespielt von Traji P. Henson), die zusammen mit ihren Freundinnen Dorothy Vaughn (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monáe) Geschichte schrieb.

Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Margot Lee erzählt der Film in humoristischer Weise, wie Kathrine Johnson in die Space Task Group (NASA Abteilung) versetzt wird, um dort schwierige mathematische Rechnungen durchzuführen, die die Flugbahn des Mercury Programms und später auch der Apollo-11-Mission überprüfen sollten. Jedoch wird sie von ihren Kollegen nicht als die Mathematikerin gesehen, die sie offensichtlich ist. Geschwärzte Zahlen, abweisendes Verhalten und die Toilette am anderen Ende des NASA-Geländes machen es Kathrine nicht gerade leicht. Trotzdem gelingt es der Afroamerikanerin, die Berechnungen genauer und schneller durchzuführen als ihre weißen Mitarbeiter. Ohne Kathrine wären die Apollo-Missionen wohl nicht so erfolgreich verlaufen. Trotzdem wird ihr die Teilnahme an wichtigen Sitzungen untersagt und das nur, weil sie eine afroamerikanische Frau ist.

Ihre Freundin Dorothy Vaughn erlernt währenddessen den Umgang mit dem neuen Riesencomputer der NASA und dessen Programmierung, um ihren Job und auch die Jobs der anderen Mathematikerinnen zu retten. Mary Jackson kämpf für ihren Traum, Ingenieurin zu werden und zieht dafür sogar vor Gericht.

In dem Film wird deutlich, wie stark Mädchen und Frauen noch vor 50 Jahren in ihren Fähigkeiten unterschätzt wurden. Kathrine, Dorothy und Mary zeigen allerdings, dass es durchaus Frauen gab, die es aufgrund ihres Mutes und ihres Durchhaltevermögens geschafft haben, ihre Ziele zu erreichen. 

Außerdem haben Frauen in der Geschichte meist nur wenig oder keine Anerkennung für ihre Leistungen erhalten. Kathrine Johnson wurde erst 2015 für ihre Verdienste mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet. Dabei war sie es, die vor allem für den Erfolg des Mercury Programms und der Apollo-11-Mission verantwortlich war. Das zeigt uns, dass es Frauen nicht nur nicht zugetraut wurde, Außergewöhnliches zu schaffen, sondern dass es auch nicht als ihr Verdienst angesehen wurde. Daraus folgt, dass es wahrscheinlich noch viel mehr versteckte Figuren (Frauen) gibt, ohne die wir heute nicht da wären, wo wir gerade sind und von denen wir wahrscheinlich auch gar nichts wissen. 

Lasst uns also aufhören, im Hintergrund zu arbeiten, denn Frauen haben es verdient, für ihre Taten in Geschichtsbüchern zu stehen und wir sind diejenigen, die daran etwas ändern können.

Schaut euch den Film auf jeden Fall an! Mir hat er unglaublich gut gefallen. Nicht nur das Thema, sondern auch die Umsetzung ist meiner Meinung nach mehr als gelungen. Die Schauspieler*innen lassen die Zuschauerin ganz in die Welt der 60er eintauchen. Außerdem verdeutlicht der Film die Stellung der Frau im letzten Jahrhundert und regt zum Nachdenken an. Ich habe mir die Frage gestellt, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten hätte und ob ich genauso mutig gewesen wäre. Jedenfalls ist mir klar geworden, dass die drei Frauen es echt verdient haben, beklatscht zu werden. 

Also sorgen wir dafür, dass diese unerkannten Heldinnen bekannt werden!

Eure Friedi

DATEN ZUM FILM:

Regisseur: Theodore Melfi

Hauptdarstellerinnen: Traji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe

Veröffentlicht 2016

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